Buddy's Krankenakte | Neue Diagnosen und andere Monster TEIL 1

Pinscher Buddy, Buddy and Me, Hundeblog, Dogblog, Zwergpinscher, Leben mit Hund, Hundefotografie, Essen, Ruhrgebiet,Gassi, Outdoor, Gesundheit, Tierarzt, Bandscheibenproblematik, Krankheit, Röntgen, Untersuchung, Rückenschmerzen, Erfahrungen
Es begann am Wochenende nach Nikolaus und was anfangs für uns wie eine der typischen Magen-Darm-Infekte bei Buddy ausschaute, entwickelte sich in den folgenden Tagen in eine völlig andere Richtung - und zu einem kleinen Albtraum für uns.
Aber beginnen wir ganz vorne am Anfang der Geschichte.
Ein gemütlicher Samstagabend und ein fabelhafter Schneetag neigte sich dem Ende zu und kurz bevor wir uns ins Bett begegeben wollten wurde Buddy unruhig. Er tigerte auf und ab, suchte Schutz beim Herzmann und streckte immer wieder den Rücken durch. Schon wieder ein Magen-Darm-Infekt – das war natürlich unser erster Gedanke, immerhin hatten wir diese Situation schon so viele Male erlebt. Ausgerechnet heute, wo der Tag doch so perfekt war.
Ich ging also nochmal mit dem Zwerg nach draußen, aber ihm stand nicht der Sinn nach Geschäftlichkeiten. Wieder drinnen schienen die Schmerzen stetig zuzunehmen und ich gab ihm die übliche Dosis Schmerzmittel, in der Hoffnung, dass er so die Nacht schlafen konnte. Fehlanzeige. Diesmal schienen die Medikamente überhaupt nicht anzuschlagen und Buddy saß aufrecht im Bett, statt zu schlafen, immer wieder verkrampfend und hechelnd. Doch war es wirklich ein Magen-Darm-Infekt? Immerhin kamen weder Durchfall noch Erbrechen ins Spiel und der Zwerg hatte am Abend ganz normal gefuttert....
Eineinhalb Stunden später war der Entschluss gefasst in die Klinik zu fahren. Dort hatten wir einige unruhige Wartezeit bis wir endlich an der Reihe waren. Nach ein paar Routinefragen und einem Blick in Buddys Akte kam die Tierärztin schnell auf den Verdacht der Schneegastritis, also einer Magenschleimhautentzündung aufgrund von aufgenommenem Schnee. Zwei dicke Spritzen mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern später ging es für uns wieder heimwärts und endlich ab ins Bett. Im Laufe des Sonntags war Buddy dann zwar etwas groggy, schien aber keine Schmerzen mehr zu haben. Wir dachten, wir hätten das gröbste überstanden.
Pinscher Buddy, Buddy and Me, Hundeblog, Dogblog, Zwergpinscher, Leben mit Hund, Hundefotografie, Essen, Ruhrgebiet,Gassi, Outdoor, Gesundheit, Tierarzt, Bandscheibenproblematik, Krankheit, Röntgen, Untersuchung, Rückenschmerzen, Erfahrungen
Montagmorgen kam der Zwerg dann wesentlich später als seine Zweibeiner aus dem Bett geschlichen und machte gar keinen guten Eindruck. Die Schmerzen waren zurück.
Da unsere Haustierärztin ihre Praxis letztes Jahr aufgegeben hatte, entschieden wir uns eine andere Praxis gleich in der Nähe aufzusuchen, die mir schon vielmals empfohlen wurde. Die Wartezeit schien nicht enden zu wollen, während Buddy sich zunehmend vor Schmerzen unter meinem Stuhl herumwand und hechelte was das Zeug hielt. Ich musste mich wirklich zusammennehmen.
Endlich waren wir dran, ein paar kurze erläuternde Worte mit der Ärztin wurden gewechselt und schon stand der Zwerg auf dem Untersuchungstisch. Nach einer kurzen Inspektion sollte er dann ein wenig im Raum herumlaufen. Die Tierärztin beobachtete Buddy ganz genau und sagte dann zu uns, dass sie nicht glaube, dass seine Schmerzen vom Bauch her kämen und dass sie gerne ein Röntgenbild von seiner Wirbelsäule machen wolle. Sofort. Ich war geschockt, jede Menge Gedankensalat schoss mir durch den Kopf. Hatte Buddy sich irgendwo verletzt? Hatte ich was übersehen? Was ist mit all den vielen Malen bei denen er mit Verdacht auf Bauchschmerzen behandelt wurde? Hatte er da auch vielleicht gar keine Bauch- sondern Rückenschmerzen gehabt? Was haben wir in den letzten zwei Jahren alles übersehen...?
Buddy's ängstlicher Blick, als die Ärztin mit ihm auf dem Arm den Raum verließ, ohne mich – das kannte er noch gar nicht. Jetzt musste ich wirklich ganz tief durchatmen um Ruhe zu bewahren.
Zum Glück ging das Röntgen schnell und der Zwerg hatte diesen Schritt alles in allem super gemeistert. Dann wurde es ernst. Der Verdacht der Ärztin bestätigte sich: Buddy hatte ein Bandscheibenproblem. Ich versuchte all die wilden Gedanken bei diesem Wort wieder zurückzudrängen und stattdessen sinnvolle Fragen zu stellen, während die Ärztin mir das Röntgenbild erklärte. Alle Organe sahen gut aus, was natürlich super war. Eine von Buddy's Bandscheiben war allerdings, selbst für mich Laien deutlich erkennbar, wesentlich schmaler als alle anderen. Vermutlich hatte Buddy dieses Problem schon immer oder zumindest schon seit dem Wachstum. Aber was bedeutete das nun für ihn und für unseren Alltag und für unsere Zukunft?


Beliebte Posts