Ist das ein Dackel?

Mittwoch, Mai 03, 2017

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Nee, ein Pinscher. - Aha, aber da ist Dackel mit drin. - Nein, da ist nur Pinscher drin. Sonst nix. - Aaaah ja. Dieses und ähnliche Kurzgespräche haben wir mindestens einmal die Woche, tatsächlich aber bestimmt noch viel, viel öfter seit Buddy Teil unserer Familie wurde. Ob online oder in Wald und Flur, immer wieder fragen sich die Menschen, warum wir ihnen weis machen wollen, dass der Zwerg tatsächlich nur ein Zwerg ist und eben kein Dackel, Jack Russel oder gottweißwas *hust* Und auch wenn ich wirklich daran glaube, dass in vielen Fällen einfach nur Unwissenheit und Neugier im Spiel sind kann hängt es mir einfach nur den Ohren raus.

In den meisten Fällen komme ich mir mittlerweile wie eine kaputte Schallplatte vor, die ohne nachdenken zu müssen in einer Tour die selben Laute wiederholt. Und manchmal, da tut es mir im Nachhinein auch ein wenig leid, wenn ich diese typischen, monotonen Antworten zu Buddy's Rasse einfach nur noch abspule, denn immerhin stellen diese Leute sie zum ersten Mal und so einiger wirkt tatsächlich interessiert. Aber es gibt ebenso viele Menschen, die einem gehörig auf den Geist gehen, wenn sie glauben man würde ihnen einen Bären aufbinden wollen und sie selbst wüssten eben ganz genau, dass das kein Pinscher sein kann. Im Leben nicht. [dieser Satz ist ungelogen schon gefühlt 100 Mal gefallen]
Oft habe ich mich auch schon gefragt, warum die Menschen uns überhaupt draußen auf der Straße ansprechen, immerhin habe ich selbst wenn's hoch kommt zwei handvoll Male fremde nach der Rasse ihres Hundes gefragt und dann auch nur aus einem Gesrpäch heraus. Buddy fällt scheinbar auf und meistens im positiven Sinne. Ich als Frauchen verstehe das natürlich vollkommen *hüstel* ist er doch mein liebster, süßester und bester Hund der Welt - aber hallo, das gilt doch immer nur für die eigene Fellnase! *lach*
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Im Web ist die Situation doch ein bisschen anders wie ich finde. Die Leute, die mich z. B. bei Instagram nach Buddy, seiner Rasse und seiner Größe fragen, scheinen zu meist doch einfach nur neugierig zu sein... ganz ohne die leicht aggressive Bärenaufbindenlassensache *zwinker* Dennoch wirft diese Frage ihrerseits wiederum bei mir immer wieder Fragen auf. Warum beispielsweise Hunde, die nicht absolut perfekt den Rassestandard erfüllen, für Kuckuckskinder gehalten werden. Ich meine, Buddy hat eben exakt 5 Zentimeter zu wenig Beinlänge für den sagenumwogenen quadratischen Körperbau bzw. einen 5 Zentimeter zu langen Rücken [je nachdem wie man die Sache betrachten will]. Aber fragen wir uns etwa bei einem Menschen, der im Vergleich zur Norm im Körperverhältnis 10 oder 15 Zentimeter zu kurze Beine hat, ob der wirklich der Sohn von X und Y sein kann? Nö. Der hat einfach kurze Beine. Oder ist meinetwegen kleinwüchsig. Nicht weiter ungewöhnlich.
Es ist schon interessant, wie sehr viele Menschen doch in sehr engen Rassestandards denken und in unserem Falle nicht eine Sekunde lang auf die Idee kommen, dass Buddy schlicht und einfach kurze Beine hat. Oder eben einen langen Rücken. Nö. Da wird dann bezweifelt, dass ich tatsächlich beide Elterntiere kenne, dass alle seine Geschwister perfekte Pinscherquadratmaße haben und vielleicht auch noch zu guter Letzt ein wenig meine Sehfähigkeit *räusper*
Emotional betrachtet ist mir die ganze Sache wirklich wurscht. Was interessiert mich, ob fremde Leute mir nicht glauben, wenn ich sage, dass Buddy ein Pinscher ist. Wäre mir so etwas wichtig, dann hätte ich wohl schon bei der Welpensuche auf VDH Papiere bestanden. Was scheinbar viele Menschen auf der Straße, in Wald und Flur und der restlichen Welt verwundert ist die Tatsache, dass mir wichtiger war einen robusten, kräftigen und gesunden Welpen zu finden, mit einem sicheren und geborgenen Ort zum Aufwachsen für die ersten Lebenswochen und eine fabelhafte Welpenfamilie. Und das, das wiederum verwundert mich.
Schlussendlich bleibt einfach nur eins zu sagen: Ist kein Dackel - Punkt. *zwinker*

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5 Pfotenabdrücke

  1. Ich glaube, ehrlich gesagt, da bist du mit Buddy nicht alleine und ganz viele Hunebesitzer kennen diese Situationen nur zu gut. Was Genki schon alles so war... Ganz klar ein Mops, gefolgt von einem Boston Terrier (meistens von anderen Bulldoggen Besitzern), ein Mischling, ein Baby-Boxer.... Am Anfang habe ich mich auch immer erklären wollen, inzwischen ist es mir echt piepegal. Dann ist Genki halt ein Mops-Boston-Terrier-Boxer-Mischling.

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    1. Ja vermutlich liegst du da absolut richtig - ich frage mich nur warum es überhaupt scheinbar so viele Menschen da draußen gibt, die nichts besseres zu tun haben, als anderen solche Gespräche aufzuzwingen ... denn auch wenn's einem wurscht ist, nervt es schon gewaltig.

      Lieben Gruß - auch an deinen Mops-Bosten-Terrier-Boxer! *zwinker*

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  2. Ach ja, ich liebe diese Gespräche auch...

    Das ist doch ein Chihuahua...nein ist es nicht...doch gucken sie mal die sieht aus wie meine...nein, tut sie nicht...doch doch schauen sie mal...nein schauen SIE doch mal... alle Minihunde müssen wohl automatisch Chihuahuas sein *seufz*

    Manchmal nerven solche Unterhaltungen einfach. Andere wissen es immer besser. Immer.

    Da hilft nur tief durchatmen :-)

    Liebe Grüße

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    1. Oh ja, Chihuahua kommt gleich nach Dackel bei uns. Nur bei einer Gruppe Schulkindern habe ich mir da mal die Mühe gemacht und gefragt ob sie denn schon mal einen Chi gesehen hätten und erklärt, dass der nur einen Bruchteil von Buddy wiegt. Aber ansonsten hast du recht - am besten ignorieren *zwinker*

      Liebste Grüße!

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    2. Also das Buddy für einen Chi gehalten wird übertrifft ja echt alles :D Bei meiner kommt das von der Größe her ja wenigstens noch hin.
      Kinder sind meist eh viel aufgeschlossener. Die fragen total interessiert und freuen sich wenn man antwortet. Da nimmt man sich die Zeit ja wirklich gern.

      Liebe Grüße

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