Charakterfrage

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Wie der Hund so das Frauchen... oder doch eher anders herum? Wer kommt hier eigentlich nach wem und wieviel des übereinstimmenden Charakters wurde von vorne hinein in die Hundewiege gelegt und wieviel ist dann doch vielleicht unbewusst anerzogen? Fragen, die sich früher oder später sicherlich viele Hundefreunde stellen. Welche Gemeinsamkeiten der wir beiden so haben und woher das wohl kommt, dem wollen wir heute mal ein wenig auf den Grund gehen *zwinker*

Schon wenn wir uns für eine Hunderasse entscheiden, dann suchen wir ganz bewusst nach Merkmalen, die zu uns und unserem Lebensstil passen. Aktiv oder gemütlich, offen oder misstrauisch, wachsam oder tiefenentspannt, anhänglich oder freiheitsliebend... die Liste der möglichen Charaktereigenschaften ist fast genauso lang wie die der unterschiedlichen Rassen.
In unserem Falle entschieden wir uns für einen wachsamen und Fremden eher unaufgeschlossenen, sehr auf seine Menschen fixierten und anhänglichen, aktiven kleinen Hund namens Pinscher. Nun, was sagt das über uns bzw. mich als Frauchen aus? *schmunzel* Nehmen wir das Misstrauen und das Verhalten Fremden gegenüber als Beispiel. Ja, es ist kein Geheimnis, dass ich ein eher einsiedlerisch veranlangter Mensch bin, der nur wenige Vertraute um sich scharrt, auf diese aber umso mehr Wert liegt. Mit Fremden tue ich mich eher schwer und baue nur sehr, sehr langsam engere Beziehungen auf - definitiv nicht der Typ Mensch, der jedem bei einer Tasse Kaffee sein halbes Leben erzählt *lach* Meine Lieblingsmenschen, die habe ich aber am besten immer um mich und könnte 24 Stunden am Tag mit dieser handvoll Personen verbringen. Okay sagen wir 22 Stunden *zwinker*
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Nun war der Zwerg als Jungspund allerdings ein sehr aufgeschlossener Hund, der auf jede andere Fellnase zustürmte und sie zum Spielen aufforderte. Erst mit der Zeit wurde er verhaltener und pirscht sich nicht selten mit vorsorglich aufgestelltem Nackenhaar an fremde Hunde an, die unseren Weg kreuzen. Fremde Menschen hingegen waren schon immer ein No Go für ihn. Nun, warum hat sich aber sein Verhalten gegenüber anderen Hunden so verändert? War es eine Entwicklung aus ihm selbst heraus oder vielleicht doch ein wenig übertragen von seinem Frauchen *hust*
Ganz genau wird man diese Frage wohl niemals beantworten können, allerdings halte ich beide Varianten für plausibel und glaube es ist wohl von Jedem etwas. Einerseits hat der Zwerg natürlich im Laufe seines jungen Lebens nicht nur positive Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht, wurde einige Male angepöbelt, von Gruppen bedrängt oder sogar aus heiterem Himmel angefallen, vermöbelt und gebissen. Hinzu kommt selbstverständlich auch die hormonelle Entwicklung, die sein Verhalten anderen Rüden gegenüber mit der Zeit sicherlich beeinflusst haben wird.
Auf der anderen Seite missfiel es mir schon immer, dass der junge Zwerg so vertrauensselig auf wildfremde Hunde, gern auch angeleint, zustürmte, weshalb ich bis heute mit ihm übe, dass er eben nicht alleine vorprescht, sondern sich mit mir zusammen dem Anderen nähert, notfalls auch an der Leine, wenn es anders nicht klappt. Dadurch habe ich natürlich in sein unbedarftes und aufgeschlossenes Verhalten eingegriffen. Desweiteren genieße ich meistens unsere einsamen Spaziergänge sehr und bin nicht immer begeistert, wenn wir alle paar Meter fremden Menschen plus Hunden begegnen, was der Zwerg sicherlich spüren wird. Schon auf längere Distanz versuche ich zu erkennen, ob der Gegenüber angeleint ist, ob wir ihn kennen, welchen Eindruck der begleitende Zweibeiner macht.... eine Situation, die für Buddy vielleicht angespannt wirken kann und die er dann mit seinem eigenen Verhalten widerspiegelt, indem er eben die Nackenhaare hochstellt und den anderen auf Entfernung fixiert.
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Wie ihr an diesem Beispiel seht, ist es nicht immer einfach zu bestimmen, wer nach wem kommt und was Veranlagung und was erlerntes Verhalten ist. Solange es aber nicht zum Problem wird, sondern eben schlicht und einfach eine Eigenheit ist, ist es doch gar nicht so übel wenn Zwei- und Vierbeiner auf einen Nenner kommen. Was sollte ich mit einem Hund anfangen, der jeden Fremden am liebsten gleich mitnehmen und adoptieren möchte, während ich einfach nur flux vorbeihuschen möchte *zwinker* Oder einen Hund, der gerne für sich ist und nicht allzu viel Körperkontakt zu seinen Menschen sucht, während ich ihn am liebsten von morgens bis abends knuddeln mag *hehe*
Zum Glück sind der Zwerg und ich uns meistens einig. Ob lange Abenteuerspaziergänge, Kuscheln auf der Couch, gemeinsam den Alltag meistern, Herrchen nerven oder sich die leckersten Sachen von anderen Tellern erbetteln *grins* Wie das Frauchen so der Hund... oder war es doch anders herum?! *zwinker*

Wenn ihr also das nächste Mal über die Macken eures Hundes grübelt, dann schaut doch vielleicht erstmal genauer auf euer eigenes Verhalten und eventuell seid ihr euch in diesem Punkt gar nicht so unähnlich. Der Apfel fällt meist nicht weit vom Stamm.

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