[Einfach Matt]

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Ein mattes Finish für Fotos ist auch in der Hundefotografie sehr beliebt. Ich selbst habe eine Zeit lang fast ausschließlich mit Matteffekten gearbeitet und noch immer nutze ich sie hin und wieder je nach Motiv sehr gerne. Wie wir diesen Stil ganz easy ohne Vorlagen&Co hinbekommen, das wollen wir euch heute zeigen.
Ich bin natürlich kein Profi, also erkläre ich die Sache einfach so, wie ich es mache. Ein Matteffekt lässt sich in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm erzeugen, das einzige was ihr dazu benötigt ist der Zugriff auf die Gradationskurve. Grundsätzlich sollte man mit diesem Tool immer vorsichtig zu Werke gehen, denn kleinste Veränderungen können große Auswirkungen haben. Auf der anderen Seite könnt ihr die Kurve jederzeit wieder in ihren Ursprungszustand zurücksetzen, also kann nichts kaputt gehen, wenn ihr euch damit vertraut macht *zwinker*
Im unveränderten Zustand [jeweils Bild 1] ist die Gradationskurve linear, also eine glatte Diagonale. Sie steht vereinfacht gesprochen für das Schwarz-Grau-Weiß Spektrum eures Fotos. Schiebt ihr nun beispielsweise den untersten Punkt nach rechts, werden größere Anteile eures Bildes von Graustufen in reines Schwarz verwandelt, ebenso werden die hellsten Graustufen zu reinem Weiß, wenn ihr den oberen Punkt nach links verschiebt.
Um nun einen Matteffekt zu erzeugen, müssen wir aber nichts am Beschnitt ändern, sondern lediglich die Höhe der Punkte im Diagramm verschieben. Damit der Mittelteil unserer Linie nicht zu einer Kurve wird [denn diesen Graubereich wollen wir nicht antasten] müssen wir erst einmal extra Punkte setzten, um diesen Bereich abzugrenzen. Das Setzen der Punkte funktioniert bei den meisten Programmen durch einen einfach Mausklick auf diesen Teil der Geraden.
Haben wir das erledigt, können wir den obersten, rechten Punkt ein wenig nach unten und den untersten, linken Punkt ein gutes Stück nach oben ziehen- und *schwupp* so entsteht ein sehr deutlicher Matteffekt [wie in Bild 3]. Nun, warum passiert das? Dadurch, dass ihr die äußersten Punkte in der Höhe verändert, wird die Tiefe des reinen Schwarz und reinen Weiß, sowie der unmittelbar angrenzenden Grautöne, beeinflusst.
Anschließend beginnt die Feinarbeit, falls euch das Foto so noch nicht gefällt. Mir persönlich ist dieser Effekt bei den meisten Motiven etwas zu krass. Abmildern kann man ihn, indem man entweder den linken Punkt wieder weiter nach unten verschiebt oder aber man setzt einen zusätzlichen Punkt, um die Gerade nach unten hin zu verlängern und so den unangetasteten Graubereich zu vergrößern. Mir gefällt gerade bei dunklen Hunden wie Buddy immer sehr, wenn der linke Punkt und der letzte der Geraden auf einer Höhe sind [Bild 2] aber das ist sicherlich Geschmackssache *zwinker* Da ihr nun aber wisst, wie man die Gradationskurve grundsätzlich beeinflussen muss, um einen mattes Foto zu erzeugen, könnt ihr ganz in Ruhe ausprobieren was euch bei eurem Motiv am besten gefällt. 

Ein kleiner Tipp zum Schluss: In vielen Bildbearbeitungsprogrammen lässt sich eine selbst veränderte Gradationskurve abspeichern. Auf diese Weise könnt ihr eure persönliche Kurve, wenn ihr sie erst gefunden habt, für spätere Motive sichern und müsst nicht jedes Mal von vorne beginnen.
Ich hoffe, ihr konntet nachvollziehen, wie ich unsere matten Fotos gestalte und habt vielleicht ein wenig Lust bekommen es selbst einmal auszuprobieren.

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