[Neue Pfade.]

Eingebettet in die Ruhrhöhen gab es doch tatsächlich dieses eine Fleckchen Wald, das wir noch nie erkundet hatten. Viele Male waren wir mit dem Pinschermobil dran vorbeigedüst und jedes Mal habe ich gedacht da müssen wir unbedingt mal hin! und irgendwie passte es doch nie so recht in unseren Tagesplan *hust* An einem der wenigen sonnigen Morgende der letzten Wochen war dann endlich der Zeitpunkt gekommen, dass wir uns auf neue Pfade in der altbekannten Heimat wagten. Abenteuer pur gleich vor der Haustür sozusagen *zwinker*

Auf die Familie Krupp bin ich ja gassitechnisch nicht besonders gut zu sprechen *räusper* denn mitten in unserem heimischen Wald liegt der großzügige Hügelpark rund um die Villa aus vergangenen Zeiten. Weite Wiesen, historische Bauten und ein freier Blick auf den See -klingt fantastisch, nicht wahr? Das Problem an der Sache: Hunde verboten. Selbst an der Leine. Auf dem gesamten Gelände. *möp* Nun gut, das wäre ja wahrlich zu verschmerzen, denn nicht jede Denkmalstiftung ist ein Fan von Hunden. Der eigentliche Grund zum Meckern liegt eher darin, dass man, um sich von einen Teil des Waldes in den anderen zu bewegen, einmal um diesen riesigen Park drumherum muss. Und das geht nicht etwa auf schmucken Waldwegen oder Trampelpfaden, nein, man muss mit der vielbefahrenen Hauptstraße vorlieb nehmen - und das nicht nur für wenige Meter. Hätte man doch sicher netter lösen können.
Und da ich das so richtig blöde finde, waren wir bisher nie in jenem Teil des Waldes. Vielleicht auch ein wenig aus Protest *lach*
Aber da einem so ein stiller Protest, von dem niemand etwas mitbekommt, auch nicht wirklich weiterhilft, beschloss ich meinen Unmut mal beiseite zu nehmen und endlich auf Erkundungstour zu gehen. Und ich muss zugeben, als wir den ersten Teil des Weges in der aufgehenden Morgensonne entlang des 2-Meter-hohen, schmiedeeisernen Zauns des Kruppparks entlangspazierten und das Licht fantastisch auf dem Dach der Villa tanzte, während der Frühnebel sich langsam hob, da verpuffte mein Ärger auf die Sache mit dem Park mit einem Male. Zumindest für den Augenblick *zwinker* Gut gelaunt machten wir uns also auf den Weg durch unbekanntes Gebiet und entdeckten neben märchenhaften Tannenwäldchen [die bei uns eher selten sind] auch jede Menge schmucker Fundstücke der Natur. Es ging immerzu bergan, bergab und wir arbeiteten uns neugierig wie eine Gruppe Kindergartenkinder durch den Wald *schmunzel* Wir begegneten der ein oder anderen Fellnase, die hier scheinbar häufiger ihre Runden drehen und bekamen sogar ein einsames Reh im Dickicht zu sehen. Noch schöner wäre unser Ausflug sicherlich gewesen, wären wir auf dem Rückweg nicht schlagartig vom Verkehr der Hauptstraße zurück in die Großstadtrealität katapultiert wurden *hust* nichtsdesto trotz haben wir unsere kleine Tour auf neuen Pfaden sehr genossen und werden in Zukunft bestimmt hin und wieder diesen kleinen, unfeinen Umweg auf uns nehmen *zwinker*

Habt ihr in eurer Heimat auch noch unbekannte Orte zu entdecken oder kennt ihr jeden Stock und jeden Stein wie eure Westentasche?


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