[Bubbles in the air.]

Fotografie, Nikon D3200, Nikkor 18-55mm, Seifenblasen fotografieren, Kameraeinstellung
Wir haben uns an die sagenumwobenen Seifenblasen gewagt. Schon seit unserem Zingsturlaub im letzten Jahr bin ich stolzer Besitzer einer Flasche Pustefix *hörthört*. Ich hatte mir damals vorgenommen unbedingt Seifenblasenfotos beim Sonnenuntergang am Strand zu machen, doch dann war ich so begeistert von Zingst und dem Strand und dem Licht und und und, dass die Seifenblasengeschichte völlig unwichtig wurde.

Daheim wurde es Herbst und dann war plötzlich schon Winter [wie überraschend schnell das doch jedes Jahr immer geht *hehe*] und mittlerweile hatte ich ehrlich gesagt die kleine blaue Flasche völlig vergessen.  Doch dann stieß ich letzte Woche auf einen genialen Artikel über gefrorene Seifenblasen. [wer ihn lesen mag findet ihn hier im Smithsonian Magazine] Das fand ich richtig cool und nachdem ich mich durch diverse Fotoserien zu dem Thema geklickt hatte, wollte ich auch unbedingt diese winterlichen Blasen mit der Kamera einfangen. Und wie ihr merkt, gibt's hier keine davon zu sehen. Und das liegt daran, dass es nicht geklappt hat *motz* Angeblich soll das Ganze schon bei +1 Grad funktioneren, aber selbst bei knackigen Minusgraden froren meine Seifenblasen nicht. Auch nachdem ich, dank Tipps aus dem Netz, Backpulver zur Stabilisierung hinzugefügt habe, reichte es nicht für eine einzige Frostblase. Man konnte beobachten, wie sie zäher werden und leicht milchig... und dann *peng* platzten sie jedes Mal. Soviel dazu. *augenroll*

Aber wenn ich die Flasche Pustefix schon mal angebrochen hatte, wollte ich wenigstens stinknormale Seifenblasenfotos machen. Und da ich endlich ein Erfolgserlebnis brauchte, ging es rein wieder rein in die Wohnung in unser kleines Heimstudio *zwinker*
Pinscher Buddy, Zwergpinscher, Rüde, Hundefotografie, Nikon D3200, Nikkor 18-55mm, Seifenblasen fotografieren, Kameraeinstellung
Die größte Schwierigkeit liegt hier wohl in der Logistik. Wenn man tatsächlich in der Luft schwebende Blasen ablichten möchte, empfehle ich dringend einen pustefreudigen Assistenten, denn gleichzeitig in eine ganz bestimmte Richtung pusten, dann schnell fokussieren und abdrücken artet schnell in Hektik aus *lach* Übrigens hatte ich bei diesem kleinen Projekt Herrn Zwerg gar nicht eingeplant, aber da er unsere kleine Fotoecke als sein Refugium betrachtet, war er schneller vor der Linse, als man gucken kann *schmunzel*
Da mir an diesem Tag die helfende Hand fehlte, bekommt ihr heute zum Großteil nur ruhende Seifenblasen zu sehen. Dennoch sind meine Einstellungen und Retuschen die gleichen, weswegen es zur Veranschaulichung nicht so tragisch ist.
Wer richtig toll abgesetzte Seifenblasen auf seinen Bildern haben möchte, sollte vielleicht nicht wie ich zu einem weißen Hintergrund greifen, sondern besser zu einem möglichst dunklen. [den Unterschied kann man ganz gut sehen, wenn die Blasen sich vor dem Zwerg befinden.] Ich mag den weißen, reinen Hintergrund im Moment aber sehr auf meinen Bildern, vor allem weil es so einen tollen, kontrastreichen Effekt bei Buddy hat. Kommen wir zu den Kameraeinstellungen. Für Indoorfotos benutze ich immer eine maximale Blendenverschlusszeit von 1/200sek, da die Fotos sonst zu dunkel werden. Für die langsamen Bewegungen der schwebenden Seifenblasen reichte das aber locker aus.
Die Blendenzahl habe ich, wie gehabt, so klein wie möglich gehalten. Kommen wir zum Licht. Denn damit man das Schillern und Glänzen auf der Oberfläche der Blase gut sehen kann, braucht man eine kräftige Lichtquelle. Ich habe mit meiner Softbox-Lampe gearbeitet und war damit ganz zufrieden. [Man kann sie in den Spieglungen sehr gut erkennen *zwinker*] Meine genauen Kameraeinstellungen findet ihr in der Fußnote.
Pinscher Buddy, Zwergpinscher, Rüde, Hundefotografie, Nikon D3200, Nikkor 18-55mm, Seifenblasen fotografieren, Kameraeinstellung
Bei der anschießenden Retusche habe ich meine Standardeinstellungen für Fotos vor weißem Hintergrund verwendet [hier habe ich das bei Bild drei etwas genauer erklärt]. Ergänzend öffne ich mittlerweile die Gradationskurve, die es in eigentlich jedem Bildbearbeitungsprogramm gibt, und klicke mit der Pipette auf meinen weißen Hintergrund. Manchmal ist der nämlich grauer als man mit bloßem Auge meint, was ich spätestens auf meinem weißen Bloghintergrund bemerke. [Auf einem den beiden Solo-Blasen-Fotos unten könnt ihr das ganz gut erkennen *zwinker*] In einigen Fotos gefällt mir das allerdings ganz gut und ich belasse es so wie es ist. Kommt immer auf das Foto an.
Abschließend habe ich mir noch den Bearbeitungspinsel zur Hand genommen und auf die Blase in jedem Bild etwas mehr Klarheit gepinselt. Das wäre vor einem dunkleren Hintergrund wahrscheinlich unnötig, vor dem weißen erreicht man so aber einen deutlicheren Detailreichtum.
Draußen unter natürlichen Bedingungen stelle ich mir gelungene Seifenblasenfotos allerdings viel schwieriger vor, denn man kann einfach nicht so genau vorhersehen, wohin der Wind sie trägt. Bestimmt werde ich das beizeiten aber noch ausprobieren, denn diese simplen Blasen aus Seifenlauge haben doch irgendwie etwas Wunderschönes an sich. Nicht umsonst werden sie in Fotos gerne künstlich hineingesetzt. Ein UV-Filter vor der Linse macht übrigens auf jeden Fall Sinn, denn ich mag mir nicht ausdenken, was für eine Sauerei entsteht, wenn eine Seifenblase versehentlich auf der nackten Linse landet. Da lässt sich so ein Filter doch viel leichter reinigen oder zur Not austauschen.

Falls ihr auch schon öfter mit dem Gedanken gespielt habt, Hund und Seifenblasen auf Fotos zu verewigen, dann schnappt euch einfach einen Pusteassistenten und legt los - Spaß macht es in jedem Fall. Ob es nun auf Anhieb gut gelingt oder nicht, es sieht in jedem Fall besser aus, als diese künstlichen Seifenblasenfilter *zwinker* Und falls jemandem von euch die verflixten, gefrorenen Seifenblasen gelingen sollten - sagt mir auf jeden Fall Bescheid!
Pinscher Buddy, Zwergpinscher, Rüde, Hundefotografie, Nikon D3200, Nikkor 18-55mm, Seifenblasen fotografieren, Kameraeinstellung
[Alle Fotos wurden mit dem Nikkor 18-55mm aufgenommen. Fotos mit Hund: 55mm, f/5.6, 1/200sek, ISO 800. Fotos ohne Hund: 55mm, f/5.6, 1/200sek, ISO 560.]

Kommentare

  1. Oh,gefrorene Seifenblasen sind ja auch eine tolle Idee! Wir hatten uns letztes Jahr im Frühling mal dran gewagt und ich dir nur zustimmen: Alleine ist es eeeeecht schwierig.
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

    AntwortenLöschen
  2. WOW! Die Fotos sind wunderschön. Ich hatte mir das auch für den Sommer und outdoor vorgenommen aber wenn ich das mit den gefrorenen Seifenblasen lese, bekomme ich doch direkt Lust, das mal auszuprobieren. :-)

    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
  3. die bilder sind der knaller, ich bin total begeistert!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Hinweis:
Spam, Beleidigungen und Beiträge ohne Bezug zum Thema werden gelöscht

Beliebte Posts