[Premiumwanderpremiere.]

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Einen regenfreien Tag wissen wir nach den letzten Wochen wahrlich zu schätzen und so zog es uns vorletztes Wochenende natürlich nach draußen. Aber nicht irgendwo hin, nein, wir hatten uns vorgenommen unseren ersten Premiumwanderweg zu beschreiten. Nachdem wir damals für unseren Ostseeurlaub wunderbare Wandertipps auf dem Kalteschnauze Blog von Silvana und Cabo fanden, schaue ich regelmäßig dort nach Inspirationen. Auch für diesen besagten Tag fanden wir dort unsere Tour: den Premiumwanderweg Galgenvenn.


Moore und Heiden finde ich unheimlich faszinierend und so freute ich mich schon sehr auf diese Wanderung. Da der Herzmann eher auf Kurzstrecke zu Höchstform aufläuft *hust* schien dieser Rundweg mit knapp 12 Kilometern in Rahmen des Machbaren zu liegen *zwinker* und mit einer Stunde Anreise auch völlig okay für einen Wochenendausflug.
Das Galgenvenn liegt an der deutsch-niederländischen Grenze und besteht aus verschiedenen Naturschutzgebieten die man mal auf deutscher, mal auf niederländischer Seite durchwandert. Wälder mit Mammutbäumen, kleine Seen, Heidelandschaft und Moore versprechen jede Menge Abwechslung und die überwiegend schmalen Pfade sind wunderbar idyllisch.

Den Parkplatz hatten wir mehr oder weniger rasch gefunden, nachdem uns unser Navi zu einer kleinen Ortsbesichtigung von Kaldenkirchen genötigt hatte *räusper* und erfreulicherweise waren außer uns nur zwei andere Autos dort. Nun ist auf der Website der Wasser.Wander.Welt die Tour im Uhrzeigersinn beschrieben, wir entschlossen uns allerdings für die andere Richtung [ein bisschen Individualtourismus muss auch mal sein *lach*] Dass dies vielleicht nicht unbedingt die cleverste Idee an diesem Morgen war, stellten wir schon nach wenigen Hundert Metern fest *öhm* wo war noch gleich unser Weg? Tatsächlich hatten wir es geschafft schon innerhalb der ersten 20 Minuten unseren Wanderweg zu verlieren. Selbstverständlich war die Beschilderung schuld *hust*
Wir übergingen unsere Verwirrtheit indem wir erst einmal den wunderbaren Ausblick von einem extra angelegten Sightseeing-Steg genossen und ein paar obligatorische Fotos schossen. Nun, uns war klar, es musste weiter gehen und nachdem wir nochmals versucht hatten aus der Beschilderung schlau zu werden und wertvolle Zeit mit vor und zurücklaufen vergurkten, machte ich mir die Technik des smarten Telefons zunutze [wozu hat man schießlich eine Wanderapp] und *tadaa* wir fanden nach einer kleinen Abkürzung über einen Reitweg unseren Premiumweg wieder *lach* [An dieser Stelle sei schonmal gesagt, dass wir noch einige Male an dem Geisteszustand Desjenigen, der die Wanderweg-Plaketten an die Bäume tackert, zweifelten, wenn beispielsweise an einer Kreuzung ganze vier Schilder angebracht sind -in jede Richtung also *stirnrunzel*]

Unser Missmut verflog schnell, als sich der Wald lichtete und wir auf einem schmalen, sandigen Pfad durch die offene Landschaft spazierten. Hier trafen wir auf die sogenannten Traumsofas, von denen ihr ein paar schöne Fotos auf dem Kalteschnauze Blog bewundern könnt. Wir zogen es hingegen vor, statt zu knipsen, lieber die Sitzgelegenheit zu nutzen, um unser Frühstück in traumhafter Landschaft zu verputzen. Zwei Käsebrötchen später machten wir uns dann wieder auf den Weg und überquerten bald die niederländische Grenze an einem kleinen Gasthof. Nun müsst ihr euch das Ganze nicht so vorstellen, dass dort ein typisches Grenzübergangsschild prangert. Die gelben Autokennzeichen auf dem Parkplatz und das Hinweisschild für "Fietser" dürften allerdings eindeutig genug sein *lach*
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Es ging wieder in den Wald hinein und eher untypisch für den Niederrhein wurde es ganz schön hügelig. Wir überquerten auf den nächsten Kilometern immer wieder kleine Wasserläufe und kletterten die recht rutschigen Steigungen hinauf um sie gleich wieder auf der anderen Seite hinunterzuschlittern *lach* - Landschaftlich wahrlich schön, allerdings im Winter mitunter etwas beschwerlich *hust*
Bald näherten wir uns der Schlucht. Hier teilt sich der Wanderweg und man kann entweder relaxt unten hindurch spazieren oder aber oben auf dem Hang entlang marschieren. Wir haben uns völlig unbewusst für Zweiteres entschieden [ja, zugegeben, wir haben die Abzweigung verpasst *räusper*] und liefen, für einen Höhenphobiker wie mich mitunter gefährlich nahe am Abgrund, auf einem 50 Zentimeterpfad entlang der Schlucht. Selbstverständlich wurden wir genau dort regelmäßig von Mountainbikern überholt *schnappatmung* Der Ausblick entschädigte allerdings für die ein oder andere Panikattacke *zwinker* und so kann ich euch diesen Weg auf jeden Fall ans Herz legen.
Nun nahmen wir durch die immer heidiger werdende Landschaft Kurs auf die Kiesgrube und stellten ganz nebenbei fest, dass wir wieder auf deutschem Boden waren [ich sag nur: Betreten-Verboten-Schilder]. Dieser letzte Abschnitt unserer Wanderung war von einem Mix aus Heide und Moor geprägt und gefiel mir mit Abstand am Besten. Leider standen die Wege an diesem feuchten Fleckchen Erde extrem unter Wasser und nicht immer gab es einen Ausweichtrampelpfad. Man hatte also die Wahl zwischen knöcheltiefem Morast auf dem Weg und tiefschwarzem Moor daneben und so balancierte einer von uns Zweibeinern galant und trockenen Fußes über die Grenze von Weg und Moor... und der andere lief fortan mit einer Portion Schlamm in Schuh und Hosenbein daher *lach* Mehr verrate ich an dieser Stelle mal lieber nicht *zwinker*
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Die letzten Kilometer waren bald geschafft und wir kamen nach gut drei Stunden wieder an unserem Ausgangspunkt an.
Tatsächlich sind wir laut GPS-Track 15 Kilometer statt der angegebenen zwölf gelaufen, was sicherlich an unserem zwischenzeitlichen Herumgeirre lag *lach* Herr Zwerg hat die Tour trotz niedriger Temperaturen und Leinenpflicht sichtlich gefallen und hat ihn den restlichen Tag wie ein Stein verschlafen lassen *schmunzel* Ganz bestimmt werden wir im Frühjahr oder Sommer noch einmal wiederkommen, dann aber eventuell dem Herzmann zuliebe eine kürzere Strecke laufen *zwinker* denn alternative Rundwege gibt es dort zur Genüge. Wer also nicht allzu weit vom Niederrhein entfernt wohnt, dem können wir die Wasser.Wander.Welt wärmstens empfehlen, zu der auch noch eine Menge anderer Routen gehören. Das Galgenvenn ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Kommentare

  1. Ach, das klingt wieder mal ein einer wunderbaren Route!Ich habe übrigens so eine Idee, wer von Euch mit dem Schlamm weiter gewandert ist *zwinker*
    Übrigens ist das Indianermädchen nun bereit für unser nächstes gemeinsames Abenteuer *jubel*
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  2. Auf diesen Beitrag habe ich mich total gefreut, weil ich natürlich gespannt auf eure Eindrücke war. Dieser Premiumwanderweg war übrigens auch meine Premiumpremiere – allerdings im Jahr 2012. Nach wie vor zählt er zu meinen Favoriten. Allerdings gehen mir die Mountainbiker, die dort immer zahlreicher werden, ziemlich auf den Senkel. Und die Wegebeschaffenheit lässt im Winter teilweise sehr zu wünschen übrig. Das liegt aber vor allem an den Forstarbeiten. :-/
    Ich habe im vergangenen Jahr schon mal mit dem Schwalm-Nette-Verband telefoniert und das bemängelt. Wirklich etwas dagegen tun können die Verantwortlichen jedoch nicht, weil die Premiumwege durch verschieden Waldabschnitte gehen, die unterschiedlichen Besitzern gehören. Trotz Premiumwanderwelten kann man die leider nicht daran hindern, in ihrem Wald Forstarbeiten durchzuführen. Aber kommt im Frühjahr/Sommer noch mal wieder. Dann sieht es im Galgenvenn wieder ganz anders aus. Eine fantastische Landschaft ist das dort.

    Liebe Grüße
    Silvana

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