SommerHaldenHopping: Halde Haniel

Der DogBlog mit PinscherPerspektive
[M] Der Sommer geht zur Neige und Ende nächster Woche machen wir uns auf in den Urlaub.

Darum schließen wir heute unser Sommer-Halden-Hopping mit dem letzten Teil und einem -wie ich finde- sehr passenden, wenn auch untypischen, Aufstieg.







Letzte Woche entschieden wir uns spontan zu einem Haldentrip der besonderen Art. Während wir bisher immer morgens unterwegs waren, machten wir uns diesmal erst am späten Nachmittag auf, um unsere letzte Halde für diesen Sommer in der Dämmerung zu erkunden.
Lange habe ich gegrübelt, mit welcher Halde ich unsere Reihe abschließen möchte.
Tetraeder in Bottrop? - zu plakativ. Wolfsberg? -zu klein. Himmelstreppe? -kenne ich schon zu gut.

Halde Haniel

Groß und bedeutend sollte unsere letzte Halde sein.
Und nach einigem Stöbern in unserem "Gipfelstürmen"-Heft stand fest: Die Halde Haniel muss es sein!
Sie ist mit 185 m die höchste begehbare Ruhrgebietshalde mit gleich vier Attraktionen. Hier befindet sich der Kreuzweg, der in 15 Stationen die Leiden Christi darstellt und an einem von Papst Johannes Paul II. geweihten Kreuz endet. Außerdem findet sich am höchsten Punkt eine Reihe von 100 Totempfählen, die den Himmelsrand zieren.
Und als wäre all dies nicht genug, gibt es auch noch die Bergarena, in der 800 Menschen Platz haben, um Opern &Co zu lauschen.
(Und für alle die fleißig mitgelesen haben -ja, ich habe schon bei der Halde Hoheward behauptet, sie sei die höchste Halde, tatsächlich ist sie aber flächenmäßig die Größte *zwinker*)

Wir waren also bereit unseren letzten Aufstieg zu wagen und fuhren gut gelaunt samt dem Herzmann mit dem Pinschermobil Richtung Kirchhellen. Schon oft waren wir dort auf dem Weg zur Kirchheller Heide an dem kleinen Parkplatz mit dem Schild "Halde Haniel" vorbei gefahren.
Konnte also nichts schiefgehen...
Als wir ankamen zogen bereits Wolken auf, doch laut Wetterbericht hatten wir ein Zeitfenster von drei Stunden zur Verfügung, bevor es anfangen sollte zu regnen. Genug Zeit also, gemütlich hinaufzulaufen, den Kreuzweg zu erkunden, den Sonnenuntergang auf dem Plateau zu genießen und trockenen Fusses & trockener Pfote wieder zum Pinschermobil zurückzukehren.
Der Plan war jedenfalls gut *lach*


unser Abenteuer Haniel

Gleich am Parkplatz fanden wir auch einen Wegweiser mit "Kreuzweg" sowie einige Karten vor. *pappalapapp* dachte ich mir, und schenkte den Karten keine weitere Beachtung. Immerhin ist bergauf der richtige Weg und mehr muss man ja gar nicht wissen *hahaha*
Schon nach den ersten Höhenmetern wunderte ich mich ein wenig, wie denn bitte die jährliche Osterprozession oder sogar der Papst höchstpersönlich auf diesem unterspülten, schmalen Weg nach oben marschiert sind. Die Wege wurden immer schmaler, steiler, ausgewaschener...
Irgendwann begann ich mich dann auch zu fragen, wann denn wohl endlich mal die erste Station des Kreuzweges auftaucht. Der Herzmann äußerte an dieser Stelle schon die Vermutung, wir seien auf der falschen Halde gelandet *kopfschüttel* -konnte ja nicht sein, immerhin war doch unten das Schild gewesen.
Irgendwann hatten wir dann nur noch die Wahl zwischen eben verlaufenden Trampelpfaden und richtig steilen Abfahrten der Mountainbiker inklusive selbstgebauter Sprungschanzen.

An diesem Punkt waren wir uns dann einig, dass wir irgendwann irgendwas falsch gemacht haben *lach*
Aber aufgeben gibt's nicht! Also kraxelten wir samt Herrn Zwerg -der das ganze Abenteuer übrigens absolut toll fand- die steilen Pfade hoch und hofften einfach mal keinem Crossbiker in die Quere zu kommen.
Und dann tatsächlich, nach fast einer Stunde lichtete sich das Dickicht und wir konnten bei einem ersten grandiosen Ausblick durchschaufen. Jetzt standen wir auch wieder auf einem breiten, prozessionswürdigem Weg. Wo der auf einmal her kam, war mir in dem Moment völlig egal *hehe* Nun hatten wir auch freien Blick nach oben und unser Ziel wieder vor Augen.

Bald hatten wir auch schon das Plateau erreicht, es tauchten wieder Wegweiser und andere Menschen auf. Zurück in der Zivilisation.
Und schon tat sich bei mir die nächste Frage auf: Wo ist denn nun dieses Kreuz und wo ist die riesige Bergarena?
Das einzige was wir sehen konnten, waren die Totempfähle auf dem Haldenkamm und ein Regenwassersee mitten auf dem Haldendach. Aber mittlerweile war ich einfach nur noch k.o., meine Beine taten weh und ich war so durstig, dass ich mir Buddy's Wasserflasche mit ihm teilte *lach*
Also genossen wir noch ein wenig den Ausblick und den Sonnenuntergang, den wir mittlerweile fast verpasst hatten, um uns dann wieder auf den Weg nach unten zu machen.
Hätten wir uns aufgerafft und wären zu den Totems heraufgestiegen.... dann wäre uns einiges klar geworden. Haben wir aber nicht.


Der DogBlog mit PinscherPerspektive

Also ging es wieder nach unten, dieses Mal versuchten wir einen Hauptweg auszumachen, was uns nur mittelprächtig gelang und so gingen wir die letzten Meter auf den gleichen verschlungenen Pfaden wie auf dem Hinweg.
Nun war ich allerdings froh über die Dichte Vegetation, denn es hatte -natürlich- angefangen zu regnen.

Wieder daheim ließen wir uns alle nur noch aufs Sofa fallen.
Erst am nächsten Tag sollte ich unser "Gipfelstürmen"-Heftchen nochmal hervorkramen, um dann festzustellen, dass wir auf der falschen Seite der Halde geparkt haben, dann den falschen Weg genommen haben und dass auf der anderen Seite des Haldenkamms, nur ein paar Schritte weiter, die Bergarena und das Kreuz samt phänomenalem Ausblick gewartet hätten. Hätten....

Das war's dann also...

Ein wenig unbefriedigend ist dieser Abschluss unseres SommerHaldenHoppings also schon. Ich kann euch nicht viel über die Sehenswürdigkeiten oder die Hundetauglichkeit der Hauptwege berichten. Oder ob es überhaupt Hauptwege gibt *lach*
Das Plateau und der Ausblick waren jedenfalls atemberaubend, auf der einen Seite der Pott auf der anderen die, bis an den Horizont reichenden, Wälder der Haard.
Auch wenn Buddy unser Offroadabenteuer sehr gut gefallen hat und er daheim geschlafen hat, wie ein Murmeltier, würde ich euch raten, den Hauptparkplatz zu benutzen, damit ihr euch gar nicht erst so verirren könnt wie wir.
Und vielleicht berichtet ja mal einer von euch von dem, was uns entgangen ist *zwinker*

Alles Liebe,
Melody und Buddy


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Die anderen Teile des Sommer-Halden-Hoppings findet ihr hier:

Halde Rheinpreußen
Halde Hoheward
Tippelsberg
Schurenbachhalde


Tipp:

Benutzt den Parkplatz an der Fernewaldstr., 46215 Bottrop

Kommentare

  1. Klingt spannend euer Ausflug! Und hübsche Bilder...

    Ich hätte auch mal Lust auf so eine Tour..schaue mir die Strecken mal genauer an!


    Liebe Grüße,

    Frieda und Jule

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  2. Dann wünschen wir Euch einen erholsamen Urlaub und freuen uns Euch wieder zu lesen….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  3. Hihi- ich finde den Abschluss eurer Reihe dennoch sehr nett ;-)
    Und die Bilder wirklich schön!
    Wir sind schon gespannt, ob ihr auch einen Urlaubsbericht macht - wenn ihr wieder da seid, können wir ja ein Pottnasen- Playdate machen - wir würden uns riesig freuen!
    Aber dann bitte alle Spielys zu Hause lassen *grins*
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  4. Na da hattet ihr aber einen erlebnisreichen Ausflug und habt schöne Bilder mitgebracht.
    Da wünschen wir euch einen ganz tollen Urlaub und kommt gesund und munter mit vielen schönen Bildern und Berichten von Buddy und dem Meer wieder zurück! ;-)

    Liebe Grüße senden Jule & Chilli

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