SommerHaldenHopping: Heimspiel auf der Schurenbachhalde


Am letzten Wochenende stand eine ganz besondere Halde auf unserem Plan, denn sie ist die einzige, die in unserer Heimatstadt Essen liegt.

Die Rede ist natürlich von der Schurenbachhalde in Altenessen. Hier waren wir schon oft mit unserem Herrn Zwerg unterwegs und auch die Labbibande ist hier regelmäßig anzutreffen. Aber wir wollen natürlich nicht voreingenommen sein *räupser* und daher haben wir uns am letzten Sonntag nochmal ganz objektiv gesinnt zum vierten Teil unseres SommerHaldenHoppings auf den Weg gemacht.

Schurenbachhalde Altenessen

Die Schurenbachhalde ist unmittelbar am Rhein-Herne-Kanal gelegen und bietet mit ihren 86 m Höhe einen wunderbaren Panoramablick über das Ruhrgebiet. Während die Hänge der als Tafelberg angelegten Halde dicht bewachsen und mit Tümpeln übersäht sind, findet man auf ihrem Dach eine dunkle Mondlandschaft vor, die minimalistisch von nichts anderem als der Bramme geziert wird.
Die Bramme ist eigentlich nichts anderes, als eine riesige Metallplatte, 15 m hoch und 70 Tonnen schwer. Doch gerade ihre Einfachheit passt perfekt an diesen Ort.

Wir machten uns also an diesem Sonntagmorgen auf, die Halde zu stürmen.
Und so einfach ist dieses Unterfangen momentan nicht, denn rund um die Schurenbachhalde finden z. Zt. weitläufige Bauarbeiten statt, so dass man die Halde über den Haupzugang nicht begehen kann.
Nun kommt uns also doch unser voreingenommenes Ortswissen zu Gute, denn wir umgehen die riesige Baustelle um den Aufstieg über die Rückseite zu beginnen.
Knapp 50 Höhenmeter liegen nun zwischen uns und dem Plateau.
Das Wegenetz der Schurenbachhalde bietet für jeden Geschmack das Richtige, man kann zwischen dem breiten, befestigten Hauptweg, mittelgroßen Waldwegen und kleinen Trampelpfaden wählen... solange es bergauf geht ist man auf dem richtigen Weg.

Unser Spaziergang führt uns vorbei nun vorbei an kleinen und großen Tümpeln voller Seerosen, durch junge Wäldchen und die haldentypischen Graslandschaften. Warum kann ich euch gar nicht genau sagen, aber ich empfinde den Aufstieg auf dieser Halde immer als vergleichsweise anstrengend. Kleine Fotopausen kommen also immer sehr gelegen *zwinker*


Irgendwann dann lichtet sich abrupt die Vegetation und schon steht man auf dem Dach der Halde.
Dieser Kontrast zwischen dem grünen Aufstieg und der plötzlich auftauchenden, flachen Mondlandschaft fansziniert mich immer wieder aufs Neue. Ein bisschen so, als würde man einen Schalter umlegen und *schwupp* ist man an einem ganz anderen Ort.
Auf unseren Herrn Zwerg hat diese Wandlung der Umgebung einen ähnlich starken Effekt. Gerade noch müde vor sich hin trottend, sprintet er im nächsten Moment freudig über die riesige Freifläche, als wäre er gerade erst aus dem Pinschermobil gehüpft.
Nachdem man nun den anstrengenden Teil hinter sich hat, kann man in aller Ruhe den tollen Panoramablick genießen und eine gemütliche Runde über das Haldenplateau drehen.
Anschließend kann man sich entscheiden, langsam über die vielen Wege herunter zu steigen oder aber den schnellen Weg über die Treppe zu nehmen.
Wir wählen die Treppe, müssen allerdings auf den letzten Metern wieder unseren kleinen Umweg nehmen, um die Baustelle zu umgehen. Und so kommen wir nochmal an einem ganz zauberhaften kleinen Teich voller Libellen vorbei, den wir zuvor noch nie gesehen haben. 


Die Schurenbachhalde ist für uns -ganz unvoreingenommen, versteht sich- eine ganz besondere Halde im Ruhrgebiet. Mit ihren zwei Gesichtern bietet sie einen spannendes Ausflugsziel und der Ausblick ist absolut sehenswert. Für Hunde ist die Halde sicherlich ein kleines Paradies, mit ihren Tümpeln, Wäldchen und Flitzeflächen. Wem das nicht reicht, der findet an ihrem Fuß auch noch eine extra ausgewiesene Hundewiese. Hier ist man allerdings selten allein unterwegs und man muss sich stets auf Hundebegegnungen einstellen. Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Halde von Kaninchen nur so wimmelt, vor allem in der Dämmerung. Hat man also einen Niederwildjäger wie unseren Herrn Zwerg dabei, sollte man aufpassen, sonst verschwindet die Fellnase andauernd in den waldigen Hängen.
Nichtsdestotrotz sind wir hier immer gern unterwegs und ich kann jedem einen Besuch auf der Halde der Kontraste wärmstens empfehlen.

Schurenbachhalde Essen


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Kommentare

  1. Wieder ein ganz besonderer Spaziergang.
    Und das es aussieht wie eine Mondlandschaft - da muss ich dir direkt zustimmen. :)

    Wuff, Deco + Pippa

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