Unser Ohrenpflege-Programm

Pinscher gehören definitiv zu den pflegeleichten Hunderassen. Kurzes Fell ohne Unterwolle, gut belüftete Ohren und viel Bewegungsdrang der die Krallen in Schach hält machen die Pflege des Zwerges zum Kinderspiel.
Allerdings gibt es eine Sache, auf die man unbedingt achten sollte: ein wenig Pflege für die zarten Öhrchen.





Pinscherohren sind, wie bei einigen anderen Rassen auch, sehr dünn, wenig behaart und empfindlich. Leider kann es bei eben diesen Hunden zu Ohrrandnekrosen kommen. Soweit ich weiß, gibt es diesbezüglich keine einheitlichen Schemen, wer betroffen ist und wer nicht, wann die Nekrose auftritt und ob es eine einmalige Angelegenheit bleibt oder aber immer wieder auftritt.
Bei Buddy's Geschwistern sind fünf von sieben betroffen. Buddy selbst und sein Bruder Oscar haben bisher keinerlei Probleme und wir hoffen natürlich, dass das so bleibt!

Ohrrandnekrose - was ist das?

Bei der Ohrrandnekrose kommt es in der Regel zu trockenen, sich verhärtenden Ohrrändern, die dann an einer oder mehreren Stellen einreißen und stark bluten. Das größte Problem stellt hier die Heilung der entstandenen Wunde dar, da die Hunde durch den Juckreiz vermehrt ihre Ohren schütteln, so dass es immer wieder zu erneuten Blutungen kommt. Außerdem können durch die langsame Heilung schnell Entzündungen entstehen.
Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von homöopathischen Anwendungen und Salben,  bis hin zu Antibiotika und Kortison bei Infektionen. Außerdem werden Gelpflaster verwendet, um die Wunde zu schützen und eine Heilung zu ermöglichen.
Leider kann es trotzdem zum Verlust von Teilen des Ohrlappens führen oder zu bleibenden Einrissen.

Was tun?

Eine 100%ige Prophylaxe gegen die Ohrrandnekrose scheint es nicht zu geben, allerdings wurden immer wieder gute Erfahrungen mit einer gewissen Grundpflege der Pinscherohren von Welpe an gemacht.
Wir benutzen Ringelblumenmelkfett, um trockene Haut an den Ohrrändern einzucremen. Spätenstens wenn sich schorfige Stellen bilden, massiere ich eine kleine Menge Melkfett vorsichtig ein und lasse es über Nacht einwirken. Das findet Buddy zwar so gar nicht toll, i. d. R. ist aber spätenstens nach zwei Tagen nichts mehr von der veränderten Hautpartie zu erkennen und alles sieht wieder völlig gesund aus. Gerade im Winter bei Kälte und im Sommer bei Hitze sollte man das einfach regelmäßig machen, bevor die Haut überhaupt austrocknet.
Auch Oscar's Frauchen hat mit diesem simplen Pflegeprogramm gute Erfahrungen gemacht.






Auch wenn nicht jeder Pinscher von diesem Problem betroffen ist, kann dieses bisschen Pflege bestimmt nicht schaden. Denn ist die Nekrose erst einmal aufgetreten, ist die Heilung langwierig und wesentlich unangenehmer für Hund, als sich hin und wieder ein wenig eincremen zu lassen ;-)

Alles Liebe, 
Buddy's Frauchen

Kommentare

  1. Ohrrandnekrose? Ne, trotz Pinschergenen haben wir noch nichts davon gemerkt. Hört sich aber übel an und obwohl ich die Ohrränder bei Linda noch nie bewusst eingecremt habe, bekommen sie trotzdem ihr Fett weg durch Kokosöl, welches wir als Zeckenprophylaxe benutzen.

    Wir hoffen, Buddys Ohren bleiben, wie sie sind...

    Andrea und Linda

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